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  • anninafischer

Die perfekte Bewerbung? Der Lebenslauf als Kernelement

Die aktuelle Pandemie hält die Gesellschaft und die Wirtschaft in Atem. Nicht wenige Unternehmen sehen sich dazu gezwungen, mit der Einstellung neuer Mitarbeitenden zu warten oder gar bestehende Stellen abzubauen. Für viele bedeutet dies, sich nach einer neuen Stelle umzusehen und sich teilweise nach Jahren wieder neu zu bewerben. Das wirft viele Fragen auf und bringt Unsicherheiten mit sich. Wie bewirbt man sich heute richtig? Sind meine Unterlagen noch auf dem neusten Stand und was wird von mir erwartet?


Der erste Eindruck ist bestimmt durch den Lebenslauf. Deswegen sagt man auch oft, er ist die Visitenkarte eines*r Kandidaten*in. In kurzer Form sollte der Lebenslauf ein aussagekräftiges Bild über einen zeichnen, Auskunft über die relevanten Fähigkeiten und Erfahrungen geben und vor allem die Neugierde der Adressat*innen wecken. Dies entscheidet schlussendlich darüber, ob jemand zum Vorstellungsgespräch eingeladen wird.


Eine allgemeine Anleitung für den perfekten CV zu verfassen, ist fast unmöglich. Gilt es doch für jeden und jede Einzelne*n, den Lebenslauf auf ihren oder seinen individuellen, einzigartigen Berufsweg anzupassen. In unseren Trainings und CV-Checks schenken wir diesem individuellen Aspekt besondere Beachtung. Dennoch gelten einige Grundregeln, die es zu beachten gilt. Diese wollen wir hier mit Ihnen teilen:


Eignung für die zu besetzende Stelle

So banal das klingt, bevor man eine Bewerbung schreibt, sollte man sich die Stellenbeschreibung und die Voraussetzungen für die zu besetzende Stelle sowie das Unternehmen mit seiner Unternehmensphilosophie sehr genau anschauen und sich überlegen, ob man die relevanten Fähigkeiten und Erfahrungen mitbringt und sich selbst in der entsprechenden Position vorstellen kann. Denn nur wenn es für beide Seiten stimmt, kann eine erfolgreiche, nachhaltige Zusammenarbeit entstehen. Personalverantwortliche erhalten oft eine Fülle von Dossiers und sortieren in einem ersten Durchgang nach nur wenigen, grundlegenden Kriterien aus. Halten Sie sich beim Schreiben Ihres Dossiers deshalb immer die Stellenbeschreibung bzw. das Unternehmen vor Augen und versuchen Sie, sich beim Schreiben durch einen Perspektivenwechsel in das Gegenüber hineinzuversetzen. Denn dies gilt nicht nur für das Anschreiben – dort denken noch viele an diesen Punkt – sondern im Besonderen auch für das CV.


Form und Inhalt

Auch wenn es einen gewissen Aufwand bedeutet, in der Regel lohnt es sich, für eine Stelle das CV gezielt anzupassen. Heben Sie jene Tätigkeiten, die Sie in der Vergangenheit ausgeübt haben, hervor, die für die neue Stelle relevant sind oder sein könnten. Das bedeutet auch, dass Sie Unwichtigeres entweder graphisch in den Hintergrund treten lassen oder sogar ganz streichen. Denn beim Durchsehen der oft zahlreichen Bewerbungsdossiers bleibt wenig Zeit für jedes einzelne Dossier und wenn dann der Blick an weniger relevanten Punkten im CV hängenbleibt, kann das leicht zum Aussortieren führen und dazu, dass man übersehen wird, auch wenn man die Eignung vielleicht mitbringen würde.


Machen Sie es dem*r Adressaten*in leicht und führen Sie die wesentlichen Informationen, die Sie als Person auszeichnen und von anderen abheben, gleich am Anfang auf. Sei dies eine spezielle Weiterbildung, relevante Sprachkenntnisse oder andere besondere Fähigkeiten, die Sie auszeichnen und von anderen Kandidaten abheben. Denn oft entscheiden wenige Sekunden über Top oder Flop. Das liegt oft nicht einmal daran, dass sich Personalverantwortliche nicht mehr Zeit nehmen wollen, sondern dass es die Fülle an Dossiers einfach nicht zulässt, viel mehr Zeit aufzuwenden. Deswegen sollen die wesentlichen Informationen auf den ersten Blick ersichtlich sein, das Interesse der Personalverantwortlichen wecken und das CV aus dem selben Grund auch nicht zu lang sein. Zwei Seiten sind meistens ausreichend. Je nach Alter der*s Kandidat*in macht es aber auch stutzig, wenn das CV zu kurz ist und um jeden Preis auf nur eine Seite gestutzt wird.


Wie gehe ich mit Lücken im Lebenslauf um?

Eine wichtige Frage, die sich immer wieder stellt, ist, wie man mit Lücken im Lebenslauf umgeht. Ein Sabbatical, eine Weiterbildung, die jemandem persönlich am Herzen liegt, oder eine Auszeit, um sich auf Kinder und die Familie zu konzentrieren, oder sich um pflegebedürftige Angehörige zu kümmern, sind nur einige Beispiele. All diese Erfahrungen sind bereichernd und kein Grund, sie zu verstecken. Zudem nehmen projektbasiertes Arbeiten oder Aktivitäten als Freelancer laufend zu. Führen Sie diese offen und transparent im Lebenslauf auf und seien Sie bereit, diese in einem Gespräch begründen zu können.


Wie weit sollte man in die Vergangenheit zurück?

Man sollte sich genau überlegen, ob Aktivitäten während der Ausbildung, die schon viele Jahre zurückliegen, Vereinstätigkeiten oder die Militärkarriere für die Position, auf die man sich bewirbt, relevant sind, und entscheiden, ob man sie überhaupt erwähnt.


Wenn es gelingt, mit dem Lebenslauf das Interesse an der eigenen Person zu wecken und den Personalverantwortlichen dazu zu bringen, die weiteren Unterlagen anzuschauen, ist ein wichtiger Schritt auf dem Weg zu Ihrem Ziel erreicht.


Wenn Sie unsicher sind, unterstützen wir Sie persönlich beim Erstellen Ihrer Bewerbungsunterlagen oder der Vorbereitung auf Ihr Bewerbungsgespräch. In unseren Trainings können Sie sich gezielt vorbereiten, oder wir schauen uns nur Ihr Dossier an und geben Ihnen ein fundiertes Feedback. Wir freuen uns auf Ihre unverbindliche Kontaktaufnahme via fischer@fischworks.ch oder kausch@fischworks.ch !


Annina Fischer und Frauke Kausch



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